Meinolf Lipka
Fotografie und digitale Gestaltung

Abgetaucht II (Bunkeranlagen)

 

Fotogalerien:      Ausweichsitz der Landesregierung NRW

                         Objekt 7001 Bunker des Innenministeriums der DDR         Bunkeranlage Seewerk

 

 

 

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Ausweichsitz der Landesregierung NRW

Bei einem Atomkrieg sollten darin der Ministerpräsident, der Innen- und der Justizminister sowie 200 Experten Schutz suchen und die Regierungsgeschäfte weiterführen. Die Einrichtung des Bunkers sollte es erlauben, 30 Tage unabhängig von der Außenwelt leben und arbeiten zu können. Baubeginn war 1962 und mit Ende des "Kalten Krieges" Anfang der 90er Jahre wurde der Bunker aufgegeben und seit 1997 ist er in Privatbesitz.

Objekt 7001 Bunker des Innenministeriums der DDR

Der Bunker war eine geheime Einheit der Kasernierten Einheiten des Ministeriums der Innern (MdI) in der DDR. Sie war für den technischen Unterhalt des Gefechtsstandes und dessen Verteidigung zuständig, in den sich im Verteidigungsfall der Innenminister und sein Stab zurückgezogen hätten (Objekt 7001). Der Bau der Bunkeranlage erfolgte in den Jahren 1983 bis 1987 und soll 58 Millionen DDR-Mark gekostet haben. Die drei Bunker sollten der geschützten Unterbringung von 200 Personen dienen und vollständig hermetisiert deren Überleben für zehn Stunden ermöglichen.



Bunkeranlage Seewerk

Der untertägige Komplex zählt mit seinen mehr als 20.000 m² zu den größten unterirdischen Bunkerbauwerken in Brandenburgs. Gebaut wurde  als geheimes Rüstungswerk der Nationalsozialisten, in welchem u.a.  Chlortrifluorid, dem Treibstoff der V2 mit der Tarnbezeichnung "N-Stoff" produziert werden sollte. Allerdings wurde er nie in Betrieb genommen.
Nachdem der Bunker zu Kriegsende vollständig ausgeräumt wurde geriet er für einige Jahre in Vergessenheit bis er ab Anfang der 1960'er Jahre von der "Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland" übernommen und komplett umgebaut wurde. In der Hochzeit des Kalten Krieges gehörte er zu einem der bedeutendsten Gefechtsstände der Sowjetarmee in der DDR.